RENAULT FREUNDE EUROPA
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120 Jahre Markenidentität

 

Louis Renault - Seine Geschichte

Louis Renault (* 15. Februar 1877 in Billancourt; † 24. Oktober 1944 in Paris) war ein französischer Ingenieur und Mitgründer des Automobilherstellers Renault.

Leben und Wirken

Den Anstoß für seine Firmengründung bot nach seinen eigenen Angaben der Besuch des neuerbauten Eiffelturms 1889. Allerdings war er schon von klein auf fasziniert von Technik und Mechanik. So ersann er bereits als Elfjähriger ein eigenes elektrisches Batteriesystem, bei dem, durch Ziehen an einer Kordel gesteuert, Zinkstäbe in ein Säurebad tauchten. Als Zwölfjähriger versteckte er sich in einem Tender einer Lokomotive, nur um zu erfahren, wie eine solche Maschine funktioniert. Ein Jahr später steuerte er zum ersten Mal einen Dampfwagen; Léon Serpollet ließ ihn "ans Lenkrad". Mechanische Konstruktionen reizten ihn. Schon in früher Jugend vernachlässigte er die Schule und trieb sich in den Werkstätten und Bahnhöfen von Paris herum.

Der Weihnachtsabend 1898 gilt als Beginn des Unternehmens Renault. An diesem Abend erhielt Louis Renault Aufträge über zwölf Voiturettes. Am 28. Februar 1899 gründeten seine Brüder Marcel und Fernand die Société Renault Frères (Unternehmen der Gebrüder Renault). Louis war formal ihr Angestellter und für Konstruktion und Bau der Wagen verantwortlich. Nachdem Marcel 1903 tödlich verunglückt und Fernand 1908 schwer krank geworden war (er starb 1909) übernahm Louis das Unternehmen und leitete es bis 1944. 1901 gingen bereits 347 Bestellungen ein und das Werk in Billancourt beschäftigte 110 Mitarbeiter.

Louis Renault war auch als Rennfahrer aktiv, beim abgebrochenen Rennen Paris-Madrid 1903, bei dem Marcel Renault ums Leben kam, erreichte er einen zweiten Platz. Daraufhin beendete Louis seine Rennfahrerkarriere. Das Unternehmen blieb trotzdem erfolgreich.

Renault leitete nicht nur das Unternehmen, sondern war auch weiterhin als Techniker tätig. Einige seiner patentierten Erfindungen wurden als revolutionär bezeichnet. Beispielhaft sind hier der Antrieb der Hinterräder über eine Kardanwelle (sein erstes Patent im Automobilbau), die einzuschraubende Zündkerze oder ein Turbokompressor (Aufladegebläse) genannt, ebenso der Sicherheitsgurt, der erste V8-Motor für ein Flugzeug und die Trommelbremse. Diese Patente sicherten auch die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens.

1929 erbaute er nach Henry Fords Vorbild ein neues Werk mit Fließband (das Fließband war mit 1500 Metern das längste außerhalb der USA) und moderner Montagetechnik. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise (sie begann 1929) trafen auch sein Unternehmen hart. Eine ausreichende Kapitaldecke, ein breit gefächertes Typenprogramm, weitgehende Unabhängigkeit von Lieferanten (hohe Fertigungstiefe; Renault fertigte vieles in seinen Werken selbst, sogar Gullydeckel, Kantinenbesteck, Zündkerzen), eine effiziente Fertigung und die Entlassung einiger Mitarbeiter sicherten den Fortbestand des Unternehmens.

Im Juni 1940 besetzten deutsche Truppen Paris. Louis Renault wurde vor die Wahl gestellt, entweder Lastwagen und Panzer der Wehrmacht zu reparieren oder die Firma zu liquidieren. Renault entschied sich, mit Zustimmung der Vichy-Regierung, die sich für die Staatskollaboration einsetzte, für die Zusammenarbeit mit den Deutschen – diese „Panzeraffäre“ und ein Händeschütteln mit Adolf Hitler 1939 in Berlin ließen den Vorwurf der Kollaboration laut werden. Im März 1943 und im April und September 1944 wurden die Produktionsanlagen von alliierten Bomberverbänden schwer beschädigt. Renault gelang es, die Produktion schnell wieder in Gang zu bringen.

Nach der Befreiung von Paris (Kommandant Dietrich von Choltitz ignorierte einige Befehle und kapitulierte am 25. August 1944 praktisch kampflos) stellte sich Renault am 23. September 1944 (auf Anraten seines Freundes Ribet, dem Präsidenten der Anwaltskammer) den Behörden. Er wurde im Gefängnis im Pariser Vorort Fresnes inhaftiert.

Am 9. Oktober wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert und kurz darauf in die Klinik Saint-Jean-de-Dieu verlegt. Dort starb er am 24. Oktober 1944. Die Todesursache bleibt unklar: Während offizielle Stellungnahmen von einer Urämie (Harnvergiftung) sprechen, deuten einige Umstände auf tödliche Misshandlungen in der Gefängniszelle hin.

Durch seine Tätigkeit für Frankreich im Ersten Weltkrieg (Renault baute als ersten Panzer den Renault FT war er nationaler Held geworden, 1918 wurde er deshalb zum Offizier der Ehrenlegion ernannt.

RENAULT IN ÖSTERREICH 

Die Österreich-Geschichte von Renault ist bereits 67 Jahre alt - und dabei überaus erfolgreich. Insgesamt wurden bei einem um 5 Prozent rückläufigen Markt im Jahr 2013 24.159 Fahrzeuge (16.611 PKW der Marke Renault und 7.548 PKW der Marke Dacia, sowie 3.584 leichte Nutzfahrzeuge der Marke Renault und Dacia) neu zugelassen. Mit einem Marktanteil von 7,57 Prozent belegt die Gruppe Renault (Renault und Dacia) Platz 2 auf dem PKW-Markt. Das beliebteste Renault Modell war der Renault Clio, gefolgt vom Scénic und Mégane. Das dichte Händlernetz gehört zu den traditionellen Stärken von Renault. Bundesweit gibt es derzeit 194 Stützpunkte, davon 26 Vertragshändler mit 30 händlereigenen Filialen, 125 angeschlossene Händler und 13 Werkstätten (Stand 01.03.2014). Ein Auto ist ein komplexes und anspruchsvolles technisches Produkt. Es bedeutet für den Kunden eine große finanzielle Investition. Das wiederum setzt Vertrauen voraus. Vor diesem Hintergrund gibt es zu einem starken Netz keine vergleichbare Alternative. Eine weitere wichtige Triebfeder des anhaltenden Renault Markterfolges ist die Modellpalette, die die sicherste Europas ist. Nur Renault hat 15 Modelle, die beim Euro NCAP-Crashtest fünf Sterne erzielten. Mit den hervorragenden Ergebnissen der Crashtests bei Laguna II, Vel Satis, Mégane II, Espace IV, Scénic II, Modus, Mégane Coupé Cabriolet, Clio III, Laguna III, Koleos, neuer Mégane (erhielt 37 von 37 möglichen Punkten), neuer Scénic, Clio IV, Captur und beim neuen Elektroauto ZOE, erweist sich die konsequente Forschung von Renault auf dem Gebiet der Unfallvermeidung als wegweisend. Renault nähert sich damit weiter seinem Ziel, in großen wie in kleinen Autos allen Insassen auf allen Plätzen ein gleich hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten. 

Renault Louis, Fernand und Marcel Renault: das sind die drei Brüder, die hinter dem französischen Automobilhersteller stehen. Sie riefen 1899 offiziell das Unternehmen ins Leben, der Anstoß war jedoch der Weihnachtsabend 1898 als Louis Renault seinen selbst gebauten Motorwagen, Voiturette (auf Deutsch: Autochen), Freunden und Passanten vorführte. So ergatterten die Brüder ihre ersten Aufträge. Nach einer Allianz mit Nissan 1999 ist der Konzern Renault-Nissan einer der weltgrößten Automobilhersteller.

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